Königinnenzucht 2021

Hallo, hallo ihr Lieben,

diese Woche war eine wirklich aufregende Bienen-Woche für unseren Jan 🙂

Zuerst gab es ja diese vielen Schwärme, über die ich schon berichtet hatte. Und dann sind die ersten Königinnen für Jans diesjährige Königinnenzucht geschlüpft. Dieses Jahr hat Jan mal eine andere Methode ausprobiert als sonst, hat er uns berichtet und war damit wohl bislang recht erfolgreich. Nun sind die Königinnen an der Belegstelle und er hofft, dass er in ca. zwei Wochen alle wieder begattet abholen kann, aber vielleicht fange ich mal von vorne an 🙂

Dieses Jahr ist Jan wie folgt vorgegangen:

Zuerst hat er sein Zuchtvolk (das Volk, dass die neuen Königinnen heranziehen soll) vorbereitet: Er hat es entweiselt, die Königin entnommen und mit ihr einen Ableger gebildet. Dann hat er das Flugloch mit einem Absperrgitter versehen, damit keine andere begattete Königin in das Volk hinein gelangen kann.

Nach acht Tagen hat er dann die Königinnenzellen, die die Arbeiterinnen inzwischen gezogen hatten, entnommen. Die andere Brut wurde innerhalb dieser acht Tage verdeckelt, sodass das Volk nun ohne Jans Hilfe keine Möglichkeit mehr hat, eine eigene Königin heranzuziehen.

Aus einem Volk das er vermehren möchte, hat er dann eine sehr junge Brutwabe entnommen. Die Larven in dieser Wabe dürfen maximal einen Tag alt sein. Mit Hilfe einer Umlarvnadel hat er dann die winzigen Maden aus den Waben in einen Weiselbecher (das ist eine künstliche Weiselzelle) umgelarvt. Sie sind also einmal umgezogen 😉

Bis zu 22 von diesen Bechern kann man auf so ein spezielles Rähmchen setzen und in das Zuchtvolk hängen. Wichtig ist, dass die Becher senkrecht hängen, weil wir die Zellen sonst nicht als Weiselzellen annehmen.

Fünf Tage nachdem die Kunstzellen in das Volk gehängt wurden, hat Jan dann die Zellen mit kleinen Käfigen verschult. Die Teile sehen aus wie Lockenwickler und verhindern, dass die zuerst geschlüpfte Königin alle anderen umbringt.

Nach weiteren acht Tagen sind die Königinnen dann geschlüpft. Jan hat sie gezeichnet und zusammen mit einigen Arbeiterinnen in Begattungskästchen gesetzt. Natürlich hat er ihnen auch Futterteig und Wasser in die Kästchen gegeben, damit sie nicht verhungern müssen.

Dann sind die Kästchen für drei Tage in den Keller gewandert. Das dient dazu, dass sich die Bienen in Ruhe kennenlernen können und so eine Einheit bilden. Es ist also wie eine Teambuilding Maßnahme 😉

Heute hat Jan dann alle Begattungskästchen zur Belegstelle gebracht und hofft, dass er die in zwei Wochen wieder mit glücklichen und begatteten Königinnen abholen kann 🙂

Lassen wir uns mal überraschen!

Alles Liebe,

eure Anke

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